Zwei der wichtigsten Erfolgsmotoren, wenn es um das Thema selbstbestimmtes Leben geht, sind der bewusste Umgang mit Gedanken und die bewusste Nutzung des innerlichen Tastsinnes – sprich der Körperwahrnehmung.

Wenn du diese zwei Lektionen beherrschst, kannst du dich für den Rest deines Lebens im Körper und im Leben „zu Hause“ fühlen. Im Folgenden beschäftige ich mich mit den Ursachen für inneres Ungleichgewicht und mit der Lösung durch Nutzung des innerlichen Tastsinnes.

Ich bin überzeugt, dass viele der menschlichen Ängste entstehen, weil wir viele Stunden pro Tagmit unserer Aufmerksamkeit in Gedankengebilden leben anstatt im Körper. Wir leben gedanklich oft in schlechten Erfahrungen der Vergangenheit oder in beängstigenden Zukunftsvisionen. Da wir hier auf der Erde als Seele verkörpert sind, fühlen wir uns durch dieses permanente in  Gedanken sein vom Körper abgetrennt und dadurch zunehmend haltlos und unwohl.

Leider zielt auch die Schul-Erziehung mit dem „Sitz ruhig und sei still!“ sowie die technologische Entwicklung darauf ab, dass wir Menschen mehr und mehr „von der Taille an aufwärts“ leben. Das  Körperzentrum, das für Sicherheitsgefühl und Erdung zuständig ist, liegt allerdings genau unterhalb dieser Grenze – im Unterbauch und Becken. Seit ich meine Körpermitte wieder wahrnehme, bin ich geerdeter und fühle mich viel wohler in meiner Haut.

Wie ich es schaffte, mich im Körper wieder zu Hause und wohl zu fühlen, zeige ich dir hier mit einer einfachen Anfänger-Übung zum Mitmachen:

Spüre dein Becken, sein Ausmaß, sein Gewicht und seine knöchernen und muskulären Anteile. Jetzt platziere den Brustkorb vertikal über dein Becken. So dass sich Vorder- und Rückseite des Rumpfes gleich lang anfühlen. Als letztes platziere deinen Kopf über Becken und Brustkorb. Richte deinen Blick gerade aus sodass der Blick parallel zum Boden verläuft.

Wende deinen Blick jetzt durch die Augen nach innen und lenke deine Aufmerksamkeit  ins Körperinnere während du langsam nach unten. „Miss“ dabei die Ausmaße des Körperinnenraumes. Kopf, Hals, Schultern, Brustkorb, Taille, Unterbauch und Becken. Komm noch tiefer mit deiner Aufmerksamkeit in das Becken. Schliesse deine Augen und atme beim nächsten Atemzug tief ins Becken. Erfahre deinen Körper von innen und bleib dort während der nächsten 8 Atemzüge. Lenke die Aufmerksamkeit auch in die Beine und dann in die Arme, Hände und Füße. Und kehre wieder zurück ins Becken.

Danach öffne langsam die Augen und schau dich um. Gleichzeitig bleibe mit der Aufmerksamkeit in deinem Becken. Es geht simultan und ist ein sehr angenehmer und gehirnfreundlicher Zustand. Unser Gehirn mag es komplex. Diesen Zustand nenne ich „zu Hause sein“.

Frage dich in den nächsten Tagen und Wochen mehrmals täglich: „Bin ich zu Hause?“ Falls nicht, kehre immer wieder hierher zurück.

Raus aus dem Kopf – rein in den Körper!
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